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Beziehung zu Kambodscha

Die Beziehung der EMK Davos zu Kambodscha läuft im Moment vor allem über Stefan Pfister, Pfarrer der Gemeinde. Seit Juni 2009 reist er regelmässig in dieses Land um dort vor allem junge Pfarrer weiterzubilden und ihnen zu helfen, ihren Beruf in einer möglichst hilfreichen Art gestalten zu können.

In Kambodscha haben die Menschen, die zu einer EMK gehören vor allem zwei Aufgaben: Einerseits geben sie den freimachenden Glauben an Jesus Christus weiter und zweitens helfen sie der örtlichen Bevölkerung durch örtliche Projekte.

Unterstützt wird dieses Projekt von Connexio (Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz).

Geschichtliche Hintergründe zur Arbeit der EMK in Kambodscha

Es ging darum, das nackte Leben zu retten, als Hunderttausende von Kambodschanern zwischen 1970 und 1980 ihr Land verliessen. Sie wagten die Flucht zu Fuss auf beschwerlichen Elefantenpfaden durch den Urwald, mit Booten über den Golf von Thailand, oder schwimmend über den breiten Mekong-Fluss, um dem Morden der Roten Khmer zu entkommen. Von Auffanglagern in den Nachbarländern sind sie als Flüchtlinge in Gastländer in Asien, Europa und Amerika weitergereist. Auch Frankreich und die Schweiz haben Tausende von ihnen aufgenommen.

Eine ganze Anzahl von Flüchtlingen haben durch die Flucht nicht nur ihr irdisches Leben retten können; sie haben in Europa und in den USA ewiges Leben in Christus finden dürfen. An diversen Orten haben sie sich zu Gemeinden zusammengefunden. So auch in der Schweiz und in Frankreich.

Viele ehemalige Flüchtlinge sind für die Aufnahme am neuen Ort von Herzen dankbar. Sie haben neue Beziehungen aufbauen können, sie haben Arbeit gefunden, um ihre Familien zu ernähren, ihre Kinder gehen in die Schule und sprechen die Sprache des Gastlandes. In ihren Herzen ist jedoch die Liebe zu ihrer ursprünglichen Heimat lebendig geblieben. Dank Telefon und Internet können sie mit noch überlebenden Verwandten Kontakt haben. Ab und zu machen sie sich zu einer Besuchsreise nach Kambodscha auf den Weg, obwohl das oft nicht einfach ist. Einerseits lösen solche Besuche tiefe Emotionen aus, und andrerseits sind die Erwartungen der Leute in der alten Heimat an die Besucher aus den «reichen Ländern» in Europa und Amerika oftmals sehr hoch.

Im vergangenen Herbst sind wir in eine Gemeinde kambodschanischer Immigranten in der Nähe von Strasbourg zum Gottesdienst eingeladen worden. Für die rund sechzig Erwachsenen und Kinder, die sich dort treffen, ist die Gemeinde ein Stück Heimat. Hier wird in der Khmer-Sprache gesprochen. Auch die französische Predigt wurde übersetzt. Der Gottesdienst, zu dem einige Personen bis zu einer Stunde Autofahrt aufwenden, ist für sie ein wichtiger Ort der Gemeinschaft und des Austausches unter ihresgleichen. Es war uns eine besondere Freude, dort auch Mme Elise anzutreffen, die uns die Manuskripte für die kambodschanischen Spruchkärtli vorbereitet und die wir dann in der Schweiz oder in Kambodscha zum Weitergeben drucken. Mit grosser Freude haben die Schwestern und Brüder dieser kambodschanischen Gemeinde ein Senfkorn-Etui mit kambodschanischen und französischen Spruchkärtli entgegengenommen.

Ihr Weg hat sie weit von zu Hause weggeführt, um in der Schweiz und in Frankreich ein neues Leben aufzubauen. So schwierig und notvoll ihre Flucht war, ist sie ihnen doch zum Segen geworden: Sie haben den Glauben an Jesus Christus gefunden, und sie haben sich rufen lassen, ein «guter Geruch für Christus» (2. Kor. 2,15) zu werden, untereinander und durch die Fäden, die sie mit ihren Leuten in Kambodscha verbinden. Dazu gehören auch die Spruchkärtli der Wort-Gottes-Hilfe.

Peter + Christine Siegfried-Schneeberger

Stefan Pfister zu seiner Arbeit

Ich finde es enorm bereichernd, diese Arbeit in Kambodscha tun zu können. Im Februar 2012 werde ich wieder an der Bibelschule die jungen Pfarrer mit Peter Siegfried zusammen unterrichten. Wir werden bestimmt auch wieder in der Mitte unseres zweiwöchigen Aufenthaltes eine Gemeinde besuchen, sowohl den Pfarrer wie die Gemeindemitglieder in ihren Aufgaben ermutigen und ihnen dort weiterhelfen, wo sie es am nötigsten haben. Es ist ein Privileg für mich, diesen wunderbaren Menschen so im Namen von Jesus Christus dienen zu können.

United Methodist Church